Fauna und Flora des Emmelsum Biotops

Tierarten:

Rehwild, Hase, Fasan, Rebhuhn, Fuchs, Dachs, Mader, Kaninchen

Aufgrund der Strukturvielfalt von Wiesen, Äckern, Wald und Blühstreifen, sowie im Zusammenspiel mit der Ruhe durch das Zutrittsverbot, bildet das Gebiet einen idealen Lebensraum für eine große Anzahl der einzelnen Tierarten.
Die direkte Nachbarschaft zum Aluminiumwerk bildet einen für Voerde seltenen, sehr großen zusammenhängenden Lebensraum für das Wild. Fast 15 ha des Werksgeländes sind ebenfalls bewaldet und verstreut liegen viele Wildwiesen und Lichtungen, sowie einzelne verwilderte Teiche.
Insbesondere im Winter (Hochwassersaison) bildet dieses nahe dem Rhein liegende Gebiet einen überlebenswichtigen Rückzugsraum für alle wildlebenden Landtiere. Jährlich werden mehrmals die Rheinwiesen und Auen überflutet, sodass sich die Tiere in die Wälder und Wiesen auf dem Gebiet zurückziehen. Ihre Anzahl steigt während dieser Zeit steigt deutlich sichtbar. Auch vor dem Hintergrund, dass aktuell weitere 30 ha für den Hafenausbau verloren gehen, wird die Bedeutung des gesamten Gebiets als Lebensraum nochmals angehoben.

Uhu

Neben dem „Allerweltstierarten“ bietet das Gebiet auch einen Lebensraum für selten Tierarten. Seit Beginn des letzten Jahres ist regelmäßig der Uhu auf dem Gebiet zu sehen. Ungestörter Wald mit viel Totholz, Hecken und freie Acker- und Wiesenflächen bilden die Lebensgrundlage für Deutschlands
größte Eulenart. Angesichts des immer schneller voranschreitenden Artenverlustes, sollten Gebiet die solch seltene Tierarten wieder einen Lebensraum bieten, besonders geschützt und erhalten werden.

Steinkauz

NRW und besonders der Niederrhein bildet einen der Hauptlebensräume des Steinkauzes. Ein alter Baumbestand, Kopfbäume und insbesondere Streuobstwiesen in Kombination mit artenreichen Wiesen sind der Lebensraum der kleinsten Eulenart. Alles das findet er auf dem Gebiet und nachweislich sind die von Jägern angebrachten Steinkauznisthöhlen von mindesten 2 Brutpaaren seit vielen Jahren angenommen.

Wanderfalke

Ebenfalls seit vielen Jahren brütet ein Wanderfalkenpaar in den Kühltürmen des Aluminiumwerks. Die angrenzenden strukturreichen Wälder, Hecken, Äcker und Wiesen stellen die Nahrungsgrundlage für diese höchst seltene Tierart in unserer Region.

Weitere Vogelarten (z.B. Grünspecht, Buntspecht, Waldschnepfe, verschiedene Drosselarten, Eichelhäher, Singvögel u.v.m.)

Das strukturreiche Gebiet bietet unzähligen Vögeln einen Lebensraum. Insbesondere die vielen Randstrukturen aus Hecken, Altgrasstreifen und Staudenfluren bieten einen idealen Lebensraum, der heutzutage im sehr Waldarmen Voerde selten ist.

Insekten

Besonders die von Jägern und Landwirten angelegten Blühstreifen bzw. gepflegten Wildwiesen bieten unzähligen Insekten einen Lebensraum. Darunter auch in unserer intensiv genutzten Kulturlandschaft selten gewordene Arten. Seit vielen Jahren sind auf den Wildwiesen vermehrt Schwalbenschwänze zu sehen, die sich an wilder Möhre und anderen Doldenblüten glücklich tun.

Auch der Wald mit dem hohen Totholzanteil stellt einen wertvollen und schützenwürdigen Lebensraum für viele Käfer, Raupen und weitere Insekten dar. Der üppige unterwuchs aus Jungbäumen und Sträuchern, der durch die ausbleibende Waldbewirtschaftung entstanden ist, sind seltene Habitate in Voerde.